Jahresberichte
2025
S ehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, geschätzte Klientinnen und Klienten sowie Angehörige, verehrte Partner und Unterstützer
«Die Nische fit für die Zukunft machen» stand im vergangenen Jahr 2025 klar im Zentrum unseres Handelns und wird uns auch in den kommenden Jahren begleiten.
Die gesellschaftlichen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen verändern sich zunehmend und stellen Institutionen wie unsere Stiftung vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen, Entwicklungen aktiv mitzugestalten und unsere Stiftung strategisch, organisatorisch und finanziell nachhaltig aufzustellen.
Im Zusammenhang mit verschiedenen Neuerungen, insbesondere mit Blick auf die kommende Subjektfinanzierung, bestehen derzeit noch gewisse Unsicherheiten darüber, welche konkreten Auswirkungen diese Veränderungen auf unsere Institution haben werden. Umso wichtiger ist es, die Entwicklungen in anderen Kantonen aufmerksam zu verfolgen, den engen Austausch mit anderen Institutionen im Kanton Aargau zu pflegen sowie die laufenden Pilotprojekte im Kanton Aargau sorgfältig zu analysieren. So schaffen wir die Grundlage, um frühzeitig auf neue Anforderungen reagieren und die Stiftung Nische gut auf die Zukunft vorbereiten zu können.
Immobilienstrategie und Neubau «Bündtengasse»
Ein weiterer zentraler Aspekt unserer Zukunftsplanung betrifft die Strategie rund um unsere Wohnhäuser und die Tagesstruktur. Bereits bei der Gründung der Stiftung wurde in der Stiftungsurkunde festgehalten, dass die Nische dezentral, also an mehreren Standorten, geführt werden soll. Diesem Grundsatz bleiben wir auch weiterhin verpflichtet.
Gleichzeitig machen die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen sowie die zukünftigen Anforderungen im Sozialbereich eine vertiefte Auseinandersetzung mit unserer Immobilienstrategie notwendig. Dabei geht es darum, unsere Infrastruktur langfristig so auszurichten, dass wir auch künftig qualitativ hochwertige Angebote effizient, nachhaltig und im Sinne unserer Klientinnen und Klienten erbringen können.
Deshalb verfolgen wir mit Hochdruck das Projekt «Neubau an der Bündtengasse». Ein grosser Schritt ist getan, denn die Machbarkeitsstudie liegt vor und ergab, dass an diesem Standort und auf diesem Grundstück ein Projekt nach unserem erarbeiteten Pflichtenheft entstehen kann. Der nächste Schritt wird darin bestehen, eine Begleitfirma für die Vorbereitung des Wettbewerbs auszuwählen.
Weitere Überlegungen in Bezug auf die anderen Standorte wurden gemacht. Zurzeit überprüfen wir sämtliche Liegenschaften im Hinblick auf die Liegenschaftsstrategie der Nische. Wir stehen im guten Austausch mit dem Kanton und der Stadt Zofingen, um möglichst rasch und mit der entsprechenden Qualität vorwärtszukommen und verschiedene Optionen zu erarbeiten.
Agogik
Im Rahmen der Re-Anerkennung 2027–2030 wurde das agogische Konzept überarbeitet und gezielt weiterentwickelt. Dabei geht es nicht nur um eine formale Aktualisierung, sondern vor allem um die inhaltliche Schärfung unserer Haltung und unseres Verständnisses von Begleitung, Entwicklung und Teilhabe.
Gerade im Hinblick auf den geplanten Neubau an der Bündtengasse ist dieser Prozess von zentraler Bedeutung. Es ist unser Ziel, dass bei der weiteren Planung und Ausgestaltung die Bedürfnisse der Agogik, der Mitarbeitenden und insbesondere der Klientinnen und Klienten bestmöglich berücksichtigt werden.
Der Neubau soll nicht nur funktional und baulich überzeugen, sondern auch optimale Voraussetzungen für eine zeitgemässe, bedarfsgerechte Begleitung unserer Klientel schaffen. Die räumliche Gestaltung soll die agogische Arbeit unterstützen, Orientierung und Sicherheit vermitteln sowie Lebensqualität, Selbstbestimmung und Entwicklungsmöglichkeiten unserer Klientinnen und Klienten gezielt fördern.
Personal
Unsere Mitarbeitenden prägen das Fitwerden und Fitbleiben der Nische für die Zukunft entscheidend mit.
Dank dem grossen Einsatz der Geschäftsführung und aller Mitarbeitenden konnten wir den oftmals schwierigen Personalsituationen auch im letzten Jahr erfolgreich begegnen. Es konnte stets eine Lösung gefunden werden. Die weiterhin hohe Fluktuation stellt uns vor grosse Herausforderungen. Dennoch gelingt es uns immer wieder, engagierte und qualifizierte Fachkräfte für die Nische zu gewinnen.
Ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt die Wertschätzung unserer langjährigen Mitarbeitenden. Ihre Erfahrung, ihr Engagement und ihre Loyalität tragen wesentlich zur Stabilität und Qualität unseres Angebots bei. Gleichzeitig investieren wir gezielt in die Attraktivität als Arbeitgeberin, um auch künftig überzeugend und zukunftsorientiert auftreten zu können.
Wir setzen uns dafür ein, alle Mitarbeitenden auch im Hinblick auf den geplanten Neubau frühzeitig mitzunehmen und aktiv in die Entwicklungen einzubeziehen.
Finanzen
Die Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung unserer Stiftung bleibt von zentraler Bedeutung.
Die heute dezentrale Bewirtschaftung der verschiedenen, teils sanierungsbedürftigen Liegenschaften führt zunehmend zu einer Belastung unserer Kostenstruktur. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, die Standortstrategie sorgfältig zu überprüfen und unsere Infrastruktur langfristig so auszurichten, dass die derzeit solide finanzielle Situation der Nische gesichert werden kann.
Der geplante Neubau bringt in diesem Zusammenhang zusätzliche Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig verfolgen wir klar das Ziel, die finanzielle Stabilität dadurch nicht zu schwächen, sondern nach Möglichkeit weiter zu stärken. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass die Nische nicht nur fit für die Zukunft wird, sondern langfristig fit bleibt.
Dank und Schlusswort
Ein grosses Dankeschön geht zunächst an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich tagtäglich mit grossem Engagement, hoher Professionalität und viel persönlichem Einsatz für die Stiftung Nische einsetzen.
Ebenso danke ich der Geschäftsleitung für ihren grossen Einsatz, ihre verantwortungsvolle Führung und ihren wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Stiftung.
Ein besonderer Dank gilt auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Stiftungsrat für die vertrauensvolle, engagierte und konstruktive Zusammenarbeit, mit der wir die strategische Ausrichtung der Stiftung gemeinsam weiterentwickeln und die Nische fit für die Zukunft halten.
Ebenso danke ich unseren Klientinnen und Klienten, den Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Vertretungen für das Vertrauen, das sie unserer Stiftung entgegenbringen.
Nicht zuletzt danke ich allen Spenderinnen und Spendern sowie unseren Partnerinnen und Partnern für ihre wertvolle Unterstützung und ihre Verbundenheit mit der Nische.
Gabriela Zosso, Präsidentin des Stiftungsrates
Zofingen, im Mai 2026
